Architektur für einen guten Zweck

Wenn aus der Bachelorarbeit an der Berliner Hochschule für Technik ein Bauwerk in Malawi entsteht: Zwei Architektur-Studierende erleben zurzeit, wie ihr Entwurf für ein Jugendkulturzentrum in dem afrikanischen Land Wirklichkeit wird.

Arbeiter heben für das Fundament Erde aus.
Arbeiter heben für das Fundament Erde aus. Bild: Shorten the Distance

In Malawi haben die Bauarbeiten an einem Jugendkulturzentrum begonnen, das auf einem Entwurf der Studierenden Laura Bernholz und Jens-Benjamin Köhler von der Berliner Hochschule für Technik (BHT) basiert. Die Architektur-Studierenden konzipierten die Pläne in ihrer Bachelorarbeit im Auftrag der gemeinnützigen Organisation „Shorten the Distance“. Nach der Fertigstellung soll die Einrichtung, die in einer ländlichen Region in Malawi entsteht, vier Gebäude und einen Sportplatz umfassen. Angedacht sind ebenso 500 Bäume sowie Felder für Nutzpflanzen.

Die BHT-Studierenden legen in dem Projekt einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, weswegen nachhaltige Materialien und eine Photovoltaikanlage zum Einsatz kommen sollen. Außerdem gliederten Bernholz und Köhler das Konzept für das Jugendkulturzentrum bewusst in drei Module. Sie lassen sich deswegen in zeitversetzten Bauphasen umsetzen.

„In der Entwicklungsarbeit müssen Fördergelder oft bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgegeben werden, obwohl der gesamte Gebäudekomplex noch nicht vollständig finanziert ist“, erklärt Laura Bernholz.

Dies ist auch bei dem Projekt in Malawi der Fall. Mithilfe einer Förderung von 25.000 Euro entsteht derzeit das erste Modul. Arbeiter*innen haben das Fundament bereits vollständig errichtet. Derzeit werden die Wände mit Lehmziegeln gemauert, die vor Ort gepresst wurden. Die BHT-Studierenden versuchen, die Arbeiten bei Planung und Koordination zu unterstützen – so gut dies telefonisch von Berlin aus eben möglich ist.

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